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Ausbildung, Einsatz

DLRG im Fokus bei gemeinsamer Jahreshauptübung im Naturfreibad

Veröffentlicht: 27.04.2026
Autor: Bastian Zabel

Neuenkirchener Hilfsorganisationen üben gemeinsam

Neuenkirchen. Am Samstag, den 25. April 2026, fand die jährliche Jahreshauptübung der Neuenkirchener Hilfsorganisationen statt. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen und dem DRK Ortsverein Neuenkirchen e. V. beteiligte sich die DLRG Ortsgruppe Neuenkirchen/Wettringen e. V. an einem umfangreichen Übungsszenario im Naturfreibad Neuenkirchen.

Angenommen wurde eine Gasgrill-Explosion mit anschließendem Flächenbrand im angrenzenden Waldgebiet sowie eine starke Verrauchung im Freibadgebäude. Zahlreiche Personen galten als vermisst – sowohl im Gebäude als auch im Bereich rund um den See.

Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte strukturierte die Einsatzleitung der Feuerwehr den Einsatz in vier Abschnitte. Die DLRG übernahm dabei eigenständig den Einsatzabschnitt „Wasserrettung“ und war somit für alle Maßnahmen im und am Wasser verantwortlich.

Die Kräfte der DLRG erhielten den Auftrag, mit vier Wasserrettern den Uferbereich nach vermissten Personen abzusuchen. Parallel dazu machten sich zwei Einsatztaucher einsatzbereit, um bei Bedarf unmittelbar eingreifen zu können. Bereits nach kurzer Zeit wurde eine verletzte Person am Ufer entdeckt, die halb im Wasser lag. Aufgrund starker Rückenschmerzen und neurologischer Auffälligkeiten musste von einer schweren Verletzung ausgegangen werden.

Die DLRG leitete umgehend eine achsengerechte Rettung ein und forderte weiteres Material sowie Unterstützung an. Gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr, die in Überlebensanzügen unterstützten, wurde die Person auf einem Spineboard stabilisiert und schonend durch das Wasser an eine geeignete Ausstiegsstelle transportiert. Über eine gebildete Menschenkette gelang schließlich der sichere Transport aus dem Böschungsbereich zur Patientenablage des DRK.

Im weiteren Verlauf berichtete die gerettete Person von einer zweiten vermissten Person im Wasser. Daraufhin nahmen die Einsatztaucher der DLRG umgehend die Suche auf und konnten die Person unter Wasser lokalisieren. Sie wurde an die Oberfläche gebracht und nach eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen an den Rettungsdienst übergeben.

Zeitgleich setzten die Wasserretter ihre Suche im Uferbereich fort. Unterstützt durch eine Drohne des DRK konnten zwei weitere Personen an Land aufgefunden und zur medizinischen Versorgung gebracht werden.

Nach rund eineinhalb Stunden wurde die Übung erfolgreich beendet. Die DLRG zog ein positives Fazit: Insbesondere die eigenständige Führung des Einsatzabschnitts Wasserrettung sowie die enge Zusammenarbeit mit Feuerwehr und DRK zeigten, wie wichtig regelmäßige gemeinsame Übungen für einen reibungslosen Ablauf im Ernstfall sind.

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